Sehenswürdigkeiten

Wienertor.jpg Das Wienertor

Das Wienertor ist das größe mittelalterliche Stadttor Europas. Der untere Teil wurde in der 1. Hälfte des 13. Jhdts. gebaut, der obere Teil 1267/68 durch Ottokar von Böhmen.Das romanische, 20 m hohe Gebilde hat eine 11 m hohe Dachkonstruktion. Im Turm befindet sich das Stadtmuseum, bestehend aus einer Ausstellung über archäologische Ausgrabungen, Tabakmuseum, Heimatmuseum, etc. Öffnungszeiten des Stadtmuseums Wienertor:
Sonn- u. Feiertags
10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr von Mai bis Oktober

 


Ungartor.jpg Das Ungartor

Das älteste Tor Hainburgs wurde im romanischen Stil um 1230 erbaut. An der Außenseite kann man Reste des Vorwerks mit Verteidigungsnischen betrachten. Heute dient es unter anderem der Seepfadfindergruppe "Viribus Unitis" als Stützpunkt. 

 

 


Das Fischertor Fischertor.jpg

Das Fischertor ist das kleinste und jüngste Tor Hainburgs und dient nur dem Fußverkehr. 1683 (2. Türkenbelagerung) war es Schauplatz eines schrecklichen Gemetzels, wo fast ganz Hainburg bei einem Fluchtversuch ausgerottet wurde.

Die Blutgasse führt zum Fischertor und erinnert an das schreckliche Ereignis von 1683.

 

 

 


3Ruinenflug080306  (96) [2].JPGDie Burganlage am Schlossberg

Die Burganlage besteht aus der Stadtmauer, dem Burgtor, dem Burghof (die "Vorburg"), der Pankratiuskapelle, dem Palast und dem Wohnturm. Drei Fußwege führen zu dieser - mitten in der Stadt gelegenen - Anlage, wo jedes Jahr im sommer die "Burgspiele Hainburg" stattfinden.
Mit seinen 2,5 km langen Stadtmauern, 3 erhaltenen Toren und 15 Türmen aus dem 13. Jhdt. besitzt Hainburg eine der ältesten und am besten erhaltenen Stadtbefestigungen Europas.

Zur Geschichte der Burganlage am Schlossberg
1050
Kaiser Heinrich III. erteilt den Auftrag, auf dem Schlossberg die Heimenburg zu bauen. Erbaut wird sie durch Bischof Gebhard von Regensburg, Herzog Konrad von Bayern und Markgraf Adalbert von Babenberg.
1108
Die Burg kommt in den Besitz der Babenberger (bis dahin war sie Königsgut).

2. Hälfte des   12. Jhdts.

Die Burg wird ausgebaut und großzügig erweitert unter Verwendung von Teilen des Lösegeldes für Richard Löwenherz.
1220/25
Die Befestigungsanlagen werden verstärkt.
11.02.1252
Die letzte Babenbergerin Margarethe von Österreich heiratet in der Burgkapelle auf dem Schlossberg Markgraf Ottokar von Mähren, den späteren König von Böhmen.
1278
König Ottokar verliert in der Schlacht von Dürnkrut und Jedenspeigen. Die Burg kommt in den Besitz der Habsburger. Diese verpfänden die Burg an verschiedene Herren, was zu einer Verschlechterung des Bauzustandes führt.
1629
Die Burg geht in den Besitz der Stadt Hainburg.
11.07.1683 Die Stadt und die Burg werden von den Türken erstürmt und verwüstet. Seitdem ist die Burg dem Verfall preisgegeben.
1709
Graf Löwenberg setzt die Burgkapelle instand.
1928 und 1935/36, 1954
Das Österreichische Bundesheer führt kleinere Sicherungsarbeiten durch.
1975
Die "Arbeitsgruppe Schlossberg" - eine kleine Gruppe Hainburger Bürger - beginnt mit der Renovierung der Burgruine.
seit 1978
Die Burgruine ist alljährlich Schauplatz der Burgspiele Hainburg (der Reinerlös dient der Renovierung und Erhaltung der Burgruine).


Der Braunsberg

Vom Braunsberg hat man einen herrlichen Blick über den Nationalpark Donau-Auen, über das Stadtgebiet von Hainburg bis nach Bratislava und in die Slowakei heinein. Viele wärmeliebende, im Mittelmeerraum häufig vorkommende, Tier- und Pflanzenarten finden hier ideale Lebensbedingungen, wie zum Beispiel die Smaragdeidechse, die Äskulapnatter, die Lotwurz, die Phönizische Königskerze oder die Zwergschwertlilie. Einige Arten kommen nur hier vor, wie zum Beispiel die Hainburger Federnelke. Auf dem Braunsberg erstreckte sich eine bedeutende keltische Wallburg, die im 2. Jhdt. vor Christi errichtet wurde. Das Zentrum der keltischen Boier lag auf der Pressburg in Bratislava. Um 40 vor Christi führten diese unter der Führung von Kritasiros einen Krieg mit den östlich benachbarten Dakern und wurden vernichtend geschlagen. Ein neues Zentrum entstand direkt oberhalb der Marchmündung auf dem Burgberg von Devin - vielleicht das norische Carnuntum - welches später der römischen Hauptstadt ihren Namen gab. Von der Siedlung auf dem Braunsberg blieben dagegen nur in den Felsen eingeschlagene Hauspodien, sowie Abfälle der Werkstätten und Menschen, die in ihren einfachen Pfostenbauten mit Lehmverputz lebten, erhalten. Der Erdwall der keltischen Siedlung ist noch als archäologisches Kulturdenkmal im Gelände zu erkennen. Ein Wanderweg folgt ihm und führt zu einer Rekonstruktion eines Befestigungswerkes mit Holzpalisade, die durch eine Holzkonstruktionmit der dahinter angeschütteten Erdrampe gestützt wird. Der Turm ist ebenso wie die Palisade in den originalen Pfostengruben wieder errichtet worden. Diese Höhensiedlung behütete einen uralten Donauübergang, über den in alter Zeit eine der wichtigsten N-S-Verbindungen Europas, nämlich die sogenannte Bernsteinstraße, verlief. Eine Auswahl der Funde und der Grabundsdokumten ist im Wienertormuseum, im Rahmen einer Ausstellung "Archäologie in Hainburg" zu sehen.


Wasserturm.jpg

Der Wasserturm (Götzenturm)

Öffnungszeiten: April bis Oktober jeden Sonn- und Feiertag von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Es ist auch außerhalb dieser Zeit nach vorheriger Anmeldung unter 02165 / 63 768 oder 02165 / 63 595 möglich, den Wasserturm zu besichtigen. Genießen Sie den herrlichen Panoramablick.

Der Götzenhof im Nordostbereich der Stadt war traditionell im Besitz der sogenannten Herren von Röthelstein, benannt nach der ca. 2 km flussabwärts auf einem steilen Felsmassiv über der Donau gelegenen, ausgedehnten Burg- und Befestigungsanlage. Die Burg Röthelstein wurde übrigens um die Mitte des 12. Jhdts. von, ursprünglich auf der Zentralburg am Schlossberg sitzendenGeschlecht der Sonnberger gegründet, im 13. Jhdt. gehörten sie zu den mächtigsten Stadtministerialen von Hainburg. Der Götzenhof diente ihnen v.a. als Machtbasis in der Stadt, sowie zur Bewirtschaftung ihrer riesigen Besitzungen, bzw. Fischgründe in den gegenüberliegenden Donauauen, und zweifellos auch zum Donauhandel. Der einzige, aber dafür überaus monumentale Überrest des Götzenhofes ist der, in der 1. Hälfte oder kurz nach der Mitte des 13. Jhdts. errichtete, achteckige Götzenturm, er bildet die Nordostecke der Stadtbefestigung. Sein 1. Und 2. Geschoss erfüllten ausschließlich militärische Aufgaben (v.a. Deckung des nahe gelegenen Hafenbereiches), das 3. Geschoss diente mit seinen spätromanischen Doppelfenstern zweifellos einer repräsentativen Wohnfunktion. Die anschließende östliche Stadtmauer ist wohl eine der wenigen Stellen der Stadtbefestigung, welche ähnlich dem Wiener- und Ungartor und der Ringmauer der Burg eine außenliegende Wehrgalerie trug, von der aus die Angreifer auf effektive Weise von oben bekämpft werden konnten.
Diese Informationen wurden freundlicher Weise von Herrn Mag. Scholz und Herrn MMag. R. Woldron zur Verfügung gestellt. Recht herzlichen Dank an das Denkmalamt, das Wiener Stadt- und Landesarchiv, das Boltzmann-Institut und das NÖ Landesarchiv.


Die Ruine Röthelstein

Die Burg Röthelstein (Rottenstein) wurde um die Mitte des 12. Jhdts. von Hainburger Ministerialen gegründet. Im Laufe der 2. Hälfte des 15. Jhdts. verfiel sie in Folge von Fehden und Privatkriegen. Zerstörungen durch die Türken folgten. 1561 wurden die Burg und das dabei gelegene kleine Dorf Rottenstein bereits als öd bezeichnet.

Die Ruine wurde dann als Steinbruch benützt. Heute sieht man noch einige Mauerzüge der Ringmauer und die hochaufragende Palastmauer.


Mariensäule.jpg Die Mariensäule

Eine der schönsten Rokokosäulen Niederösterreichs wurde 1749 errichtet. Gestiftet wurde die Mariensäule von Elisabeth Oppitz. Die vier Seiten zeigen Reliefs, die Szenen aus dem Marienleben darstellen.  

Die Stadtpfarrkirche 
 
1236 als "Jakobskirche am Marktplatz in Hainburg" urkundlich erwähnt. Sie war zu Beginn eine klassische Händlerkirche. Sie diente Kaufleuten als Kultort und Schatzdepot. Spätestens seit 1650 ist diese Kirche die Stadtpfarrkirche (und nicht mehr die Martinskirche). Die Kirche ist den Hl. Aposteln Philippus und Jakobus geweiht. Wurde nach 1683 im neuen Stil der Barockzeit umgebaut.


Das alte Zentrum

Die historische Stadt Hainburg entwickelte sich ursprünglich um den "Anger" - hinter der heutigen Volksschule, wo noch Karner, Pranger und Lichtsäule an den damaligen Standort der Martinskirche und des umgebenden Friedhofs erinnern.

Der romanische Karner stammt aus dem 1. Viertel des 13. Jhds und wurde als zweigeschossige Friedhofskapelle erbaut. Im Untergeschoss war das Beinhaus, im Obergeschoss der Altarraum für Totenmesse.
Die Martinskirche, die um 1260 als romanisches Gotteshaus gebaut wurde, verlor im ausgehenden Mittelalter jedoch an Bedeutung. Die Pfarre übersiedelte in die Katharinenkapelle (die frühere Jakobskirche am Marktplatz) am jetzigen Hauptplatz. Die Steine der alten Martinskirche wurden für die neue Kirche und den Pfarrhof verwendet.


Lichtsäule.jpg Die Lichtsäule

Vermutlich um 1400 als "Ewige-Lichtsäule" oder Totenleuchte errichtet, stan die schlanke (fast 10 m hohe) Säule mitten im ehemaligen Friedhof. Durch die viereckige Öffnung am Fuß der Säule konnte man das "Ewige Licht" durch den hohlen Säulenschaft ins Lichthäuschen ziehen. 

 

 

 


Karner.jpg Der Karner

Der aus glatten Quadern errichtete Rundbau des als Beinhaus inmittendes Friedhofes verwendeten Karners ist als bedeutendes Baudenkmal im romanischen Baustil anzusehen und um 1225 in Hainburgs mittelalterliche Blütezeit zu datieren. Der zweigeschossige Bau hat durch spätere bauliche Veränderungen viel von seiner Wirkung einbegüßt. Im Untergeschoß befand sich das Ossarium (Beinhaus), in welchem die Gebeine aus dem Freidhof aufbewahrt wurden. Interessant sind die zahlreichen Steinmezzeichen, die sich auch in vielen anderen Bauwerken in Hainburg und Umgebung nachweisen lassen, uns so eine Hilfe für die Datierung geben (Ungartor, Karner von B.D. Altenburg, Pfarrkirche von Petronell und Wildungsmauer). 

 


Pranger.jpg Der Pranger

Auf dem Anger, dem ehemaligen Hauptplatz Hainburgs (auch Freyung), wurde 1957 der Pranger wieder aufgestellt. Die quadratische "Schandsäule" trägt die Jahreszahl 1724, Ketten und Handschellen sind Nachbildungen. Ursprünglich stand der Pranger in der Nähe der Kirche. Die letzte in den Ratsprotokollen verzeichnete Verwendung des Prangers als "Schandsäule" zur Bestrafung einer Missetäterin find 1756 statt. 

 

 


Der Theodorapalast

An der Stadtseite dieses Areals ist noch die Langseite eines Saalgebäudes mit einem Paar gekuppelter Fenster zu sehen. Der kleeblattbogige Abschluss der Doppelfenster (ähnlich Wohnturm der Burg) lässt auf eine Erbauung in der Zeit Leopolds VI. schließen. Hier würde auch der überlieferte Name "Theodora" seine Berechtigung finden, da diese (Gattin Herzog Leopolds VI.) um 1225 in Hainburg weilte. 1226 soll sie von Heinrich dem Grausamen (dem zweitgeborenen Sohn des Herzogs), der Hainburg eingenommen hatte, aus der Stadt vertrieben worden sein. Diese Szene ist auch im Babenbergerstammbau dargestellt. Auch Königinwitwe Margarethe, der Hainburg nach dem Tod des letzten Babenbergers als Wohnsitz zugewiesen worden war, dürfte in diesem Palast gewohnt haben.


Die Haydnbüste

Anlässlich des 150. Todestages Joseph Haydns wurde im Jahre 1959 vor dem Postamt von der Stadtgemeinde ein Haydn-Denkmal errichtet. Das Denkmal soll an die Beziehungen Hainburgs zu desem großen Musiker erinnern, dessen Vorfahren hier lebten. Als die Eltern das außergewöhnliche musikalische Talent des am 31.03.1732 geborenen Joseph erkannten, schickten sie ihn nahc Hainburg in die Obhut des Schwagers Johann Mathias Franck, der die schulische und musikalische Ausbildung Josephs übernahm. Der kleine Haydn wohnte von 1738 bis 1740 bei seinen Verwandten im Schulhaus (Ungarstraße 3). An diese Zeit erinnert heute noch eine Gedenktafel. Hier wurde der Knabe auch vom Domkapellmeister Georg Reutter "entdeckt" und nach St. Stephan geholt, wo er als Sängerknabe seine Ausbildung fortsetzte. Das Musikgenie Haydn und seine musikgeschichtliche Bedeutung sind unumstritten, der Grundstein hiefür wurde sicherlich in Hainburg gelegt. Deshalb fühlte sich Hainburg der Haydntradition verpflichtet, die sich 1932 in einem großen Fest manifestierte. Der Haydnbrunnen wurde damalswieder aufgestellt und in der Kirche die Haydn-Gedächtnisorgel gebaut. 1982 wurde einen neue Orgel in der alten Barockbauweise zum 250. Geburtstag Haydns installiert. Die Hainburger Haydngesellschaft (1980 gegründet), widmet sich besonders der Pflege von Haydns Musik, die in vielen Konzerten in der Kulturfabrik (ehemals im Haydnsaal der Austria Tabakwerke) zu einem bedeutenden Bestandteil des Hainburger Kulturlebens geworden ist.


Der Haydnbrunnen

Der frühere Stadtbrunnen wurde sicherlich anfangs des 17. Jhdts. erbaut. Form, Steinmetzzeichen und Werkziffern belegen dies. Aus dem Wasserbecken ragt die Mittelsäule mit schön gearbeiteter Vase und den vier wasserspeienden Köpfen empor. Den Sockel schmücken die Wappen Wiens und Hainburgs, auf den anderen Seiten sind Tafeln angebracht: "Dem Gedächtnis Joseph Haydns" und "Die Stadt Hainburg". Der Brunnen, der ursprünglich an der Hauptstraße (neben der heutigen Fahrbahneinmündung in den Hauptplatz) stand, wurde 1888 nach Fertigstellung der Teitalwasserleitung abgetragen und an seiner Stelle ein gußeisener Brunnen errichtet. 1932 wurde anläßlich des großen Haydnfestes der alte Brunnen wieder aufgestellt und als "Haydnbrunnen" bezeichnet. Im Zuge der Neugestaltung des Hauptplatzes wurde der Haydnbrunnen 1984 in die Platzmitte versetzt, wo er sehr gut zur Geltung kommt.